Vorurteile und Ressentiments gegenüber verschiedenen – ethnisch, kulturell oder sozial definierten – Bevölkerungsgruppen sind keine deutsche Besonderheit, aber hier doch besonders ausgeprägt. Diese so genannte „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ wird seit Jahren von Wissenschaftlern der Uni Bielefeld erforscht.
Der Bildvortrag zeigt den Ursprung und die Entwicklung des Bautyps Arbeitsamt und basiert auf bundesweit recherchierten Architekturplänen, Innen- und Außenfotografien, zeitgenössischen Fachtexten und Presseberichten sowie Begehungen noch vorhandener Gebäude.
Wo und warum entstanden die ersten Einrichtungen dieser Art?
Einkaufszentren, Busse, Arbeitsplätze, Bahnhöfe und öffentliche Straßen - immer seltener bleiben die Menschen bei ihren Alltagsaktivitäten unbeobachtet. Für London wird geschätzt, dass man bei einem Gang durch die Innenstadt etwa 300 Mal von Videokameras erfasst wird. Legitimiert wird diese Überwachungspraxis mit vermeintlichem Schutz vor strafbaren Handlungen und mit einer Verbesserung des Sicherheitsgefühls. Kritiker/innen der Technik verweisen hingegen auf Gefährdungen der informationellen Selbstbestimmung und der Bürgerrechte.
Die AG Stadtleben bietet im Rahmen der ArchitekturZeit 2010 vier Veranstaltungen an, die sich mit dem Zusammenwirken von Stadt, Arbeit und Gesellschaft beschäftigen. Damit soll nicht nur ein baukulturell und stadtentwicklungsengagiertes Publikum angesprochen werden, sondern auch die allgemein politisch interessierte Stadtgesellschaft.
Die AG Stadtleben ist ein unabhängiger gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, durch verschiedene Formen der Öffentlichkeitsarbeit die sachkundige, interdisziplinäre Auseinandersetzung um Stadt und Kultur, Architektur und Gesellschaftsentwicklung sowie die Veränderungen großstädtischer Lebensbedingungen zu führen.