Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die junge Bundesrepublik den Anschluss an die während der Nazizeit verfemte Internationale Moderne. An der Hochschule für Gestaltung in Ulm lehrten zwischen 1953 und 1968 aus Deutschland Exilierte, Schweizer, Argentinier und Personen aus vielen weiteren Ländern. In Darmstadt bildeten sich 1953 das Institut für Neue Technische Form und der Rat für Formgebung. Die Hannover-Messe förderte mit „Die gute Industrieform“ ebenfalls das Design. Die Aufbaumesse „Constructa“ führte zu einer gleichnamigen Waschmaschine. Die Firma Wilkhahn in Bad Münder produzierte Innovatives. Die Werkkunstschule in Hannover öffnete sich der neuen Disziplin Design.
Der Vortrag zeigt anhand von Originalen, Abbildungen und Filmen Produkte, die mehr Gebrauchsgerät als Designobjekt sein sollten und auch als Beitrag zur jungen Demokratie der Bundesrepublik verstanden werden können.
Jörg Stürzebecher, geb. 1961, lebt in Frankfurt am Main, publizierte u. a. über die Gestalter Max Burchartz, Richard Paul Lohse und Anton Stankowski, schrieb anlässlich der Expo 2000 in Hannover eine Designgeschichte im Rahmen der Ausstellung „Das Jahrhundert des Design“, die auch im Museum August Kestner gezeigt wurde.
Kostenbeitrag: 3,-- Euro
Veranstaltungsrahmen: Die Zeit, der Ort, die Baukultur . Qualitäten der fünfziger Jahre